September 2026
Billie Clarken & Yoel Pytowski
kuratiert von Undine Rietz und Alexander Pütz
Eröffnung: 4. September, 18 bis 22 Uhr
bis 17.Oktober 2026
Öffnungszeiten während der DC Open 2026:
Samstag, 5. September, 13–19 Uhr
Sonntag, 6. September, 13–17 Uhr
Reguläre Öffnungszeiten ab 7. September:
samstags und sonntags, 15–18 Uhr
Grafik
George Popov
Wie werden Bilder und Räume geordnet, begrenzt und zusammengehalten? What Holds führt Arbeiten von Billie Clarken und Yoel Pytowski in einer ortsspezifischen Konstellation zusammen. Dabei treffen zwei künstlerische Verfahren aufeinander. Während Clarken untersucht, wie Bildträger die Bedeutung sogenannter „cursed images“1 verändern, veranschaulicht Pytowski, wie bauliche Eingriffe die Wahrnehmung und Erinnerung von Räumen beeinflussen.
Für What Holds entwickelt Yoel Pytowski eine Installation aus den Bedingungen der vorhandenen Architektur der Moltkerei Werkstatt. Seine Praxis ergänzt Räume durch Bauteile, Ebenen oder Schwellen, während die verwendeten Materialien von ihrer bisherigen Existenz aus früheren Installationen erzählen. Architektur erscheint hier nicht als feste Hülle, sondern als ein Zustand, der durch (Re-)Konstruktion und Rückbau fortlaufend verändert wird.
Auch Billie Clarkens Serie Chewing Tongue führt unterschiedliche Zeitebenen zusammen. Die Arbeiten versammeln Fundfotografien, deren ursprünglicher Kontext verloren ist und überführt sie zusätzlich in einen neuen materiellen Zusammenhang. Die gleichzeitig rätselhaften und vertraut wirkenden Aufnahmen druckt die Künstlerin auf rosafarbenen Schaumstoff und schließt sie in DVD-Sicherheitshüllen ein. Die gewohnte Hülle wird zur materiellen Grenze. Sie bewahrt, kontrolliert und begrenzt den Zugriff auf diese Bilder und unterstreicht damit den Aspekt des Wandels von Bedeutung.
What Holds bezeichnet so weniger einen festen Halt als den prekären Zustand dessen, was vorübergehend zusammengefügt wird.
1 Ein „cursed image“ (wörtlich: „verfluchtes Bild“) ist eine Fotografie oder digitale Abbildung, die ein Gefühl von Rätselhaftigkeit, Unbehagen oder Irritation hervorruft. Typischerweise ist sie von schlechter Qualität oder zeigt unlogische Situationen beziehungsweise bizarre Inhalte, die Betrachtende fragen lassen, warum dieses Bild überhaupt existiert oder wie es zu der dargestellten Situation gekommen sein könnte.
Vorgebirgspark Skulptur 2026
Sonntag, 06.09.2026, 11.00 bis 18.00 Uhr
Rochus Aust, Valeria Fahrenkrog, Seong-Hi Kang, Eva-Maria Kollischan, Mira Siering

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