Mai /Juni 2026
Elia Castino
Silvan and the Cave
kuratiert von Undine Rietz, eingeladen von You Might Also Like e.V.
Eröffnung: Samstag, 16.05.2026, 18.00 bis 21.00 Uhr
bis 20.06.2026
Samstag, 16.05.2026 um 16.30 Uhr Kuratorinnenführung
Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag 15.00 bis 18.00 Uhr

Poster: George Popov
Elia Castino erforscht in seiner künstlerischen Praxis Lebensräume und setzt sich mit einer erweiterten Idee des Wohnens auseinander; entkoppelt von den physischen Grenzen und Normen eines Hauses. Gespeist wird seine Inspiration vom norditalienischen Piemont, seiner Heimat, den ländlichen Traditionen, der regionalspezifischen Baukunst und von der geologischen Beschaffenheit der Region. Handwerk und intellektuelle Reflexion greifen in seiner Praxis ineinander und setzen Materialien, Gebrauchsgegenstände und Mobiliar in neue Kontexte.
In Silvan and the Cave widmet sich Elia Castino den zirkulären Verhältnissen von Natur und Kultur. Sedimentäre Ablagerungen setzt er in Beziehung zu Kulturprodukten wie landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Ornamentreliefs, religiöse Praktiken zu urzeitlichen Behausungen. Die Auseinandersetzung Castinos mit diesem Gedanken eines Kreislaufs und gegenseitigen Bezugnahmen wird durch Sagen, Geschichten und profane wie sakrale Riten angereichert.
In der römischen Mythologie wird Silvanus als Waldgott verehrt; als Gott des bäuerlichen Weltbildes und Erfinder des Pflanzenbaus. Als Verkörperung der Naturgewalten und des Wachstums wurde er in der Ikonographie als mit einem Tierfell bekleideter, bärtiger Eremit dargestellt. Die Geschichte, die uns Elia Castino erzählt, adaptiert diesen Typus des Gottes Silvanus und überträgt ihn in die profane Gestalt eines Esels; Nutztier und treuer Begleiter des bäuerlichen Standes. Silvan, der Esel, wird zum Ausgangs- und Mittelpunkt einer Erzählung, die urbane Gefüge, regionale Identitäten und den retrospektiven Blick auf die Verschränkung von Natur und Kultur verbindet.
Elia Castino (*1992, IT) studierte am Amsterdamer Sandberg Institut im Studio for Immediate Spaces sowie an der Politecnico di Milano und der UCA Canterbury. Seine künstlerische Arbeit zeigte er in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen; darunter beim Border Buda-Projekt in Brüssel (2025), dem Green Corridor in Brüssel (2023), im Spazio Martín in Mailand (2023) und bei RENEENEE in Amsterdam (2022).
Juli 2026
HOMA EMAMI
AM RAND DER DINGE
Kuratiert von Peter Lodermeyer
Moltkerei Werkstatt e.V., Köln
Eröffnung: Freitag 10 Juli 2026, 18.00 bis 21.00 Uhr
Installation: 11.–19 Juli 2026
Homa Emamis Ausstellung mit dem Titel „Am Rand der Dinge“ will Kunst als Prozess, als Suche nach neuen, offenen und flexiblen Konstellationen erfahrbar machen. Die aus dem Iran stammende, seit 1986 in Deutschland lebende Künstlerin wird in enger Abstimmung mit dem Kurator Peter Lodermeyer in der Moltkerei Werkstatt eine vielteilige Installation erarbeiten, die persönliches Archivmaterial und Objekte aus früheren Jahren mit neu zu entwickelnden Arbeiten in Beziehung setzt. „Am Rand der Dinge“ bezeichnet für Emami eine grundsätzliche Haltung, in der sich biografische Realität und künstlerische Praxis berühren: „In meinen Arbeiten spiegeln sich die Erfahrungen von Bewegung, Migration, politischer Sensibilität und innerer Transformation wider“. Wichtiger als die Dinge selbst sind in diesem Zusammenhang deren Ränder, Verbindungsstellen, Übergänge und Kontraste. Von besonderer Bedeutung sind die Zwischenräume, die Reibungszonen, in denen sich Erinnerungen, Ahnungen und Assoziationen verdichten und wo sich zeigt, was über die Zeit hinweg bleibt, was zerbricht und wo etwas Neues beginnt.
September 2026
Vorgebirgspark Skulptur 2026
Sonntag, 06.09.2026, 11.00 bis 18.00 Uhr
Künstler:innen
Rochus Aust, Valeria Fahrenkrog, Seong-Hi Kang, Eva-Maria Kollischan, Mira Siering
Mit freundlicher Unterstützung durch

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